Gedanken im Oktober 2017

Freude im Himmel

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der berühmte Thesenanschlag Martin Luthers zum 500. Mal. Luther setzte sich damals mit der Praxis der Buße in seiner Kirche auseinander. Er kritisierte, dass Buße zu einem zahlungspflichtigen kirchlichen Akt geworden war, der nichts mehr mit Lebens- und Herzensveränderung zu tun hatte. Durch das Geld der vielen Sünder konnte die Kirche den gigantischen Petersdom in Rom bauen und die Sünder wurden ihr schlechtes Gewissen billig los. Ein guter Deal für beide Seiten, aber mit der Folge, dass Gottes wichtigste Freude mit Füßen getreten wurde.

Im Himmel interessiert man sich nämlich nicht für gut ausgestatte Kirchen und gut bezahlte religiöse Dienstleitungen. Im Himmel interessiert man sich ausschließlich für Menschen. Dafür, ob es ihnen gut geht, ob sie ihren Weg und ihr Glück finden und ob es ihnen gelingt, schädliche und zerstörerische Wegen zu vermeiden. Und wenn sie sich irgendwo verlaufen haben sollten, ob sie dann den Weg zu ihrem Schöpfer und Vater zurückfinden können. und welchen Beitrag der Himmel dabei leisten kann.

Dieses große Rettungsprojekt, für das Jesus als menschgewordene ausgestreckte Hand Gottes auf die Welt kam, nimmt das ganze Interesse und alle Aufmerksamkeit des Himmels gefangen. Wichtigeres scheint es im Himmel nicht zu geben, das zeigen jedenfalls die drei Gleichnisse, die Jesus in Lukas 15 erzählt, die Gleichnisse vom verlorenen Schaf, der verlorenen Münze und dem verlorenen Sohn.

Und wenn ein Mensch den Weg zurückgefunden hat zu seinem Gott und zu seinem Leben, dann scheint sich die Anspannung des Himmels in einem gewaltigen Freudenausbruch zu entladen. So sagt es der Monatsvers für den Oktober: Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. Lk 15,10.

Für jeden Sünder, und ich zähle mich dazu, ist das eine gute Nachricht.

Christoph Müller

Gedanken im September 2017

Kopfstand

Jesus stellt unser Denken immer wieder auf den Kopf. Was uns menschlich so normal und richtig erscheint, entspricht so gar nicht den göttlichen Prinzipien.

So auch in dem Bibelvers, der uns im September begleiten soll:
Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein. Lukas 13,30

Gedanken im Juli 2017

Beten ist die Nagelprobe des Glaubens. 

An unseren Gebeten wird sichtbar, was wir wirklich glauben. Was uns tief im Innersten bewegt. Lasst uns einmal ganz offen und ehrlich fragen: Wofür beten wir eigentlich? Was sind denn die Anliegen, die wir vor Gott bringen?

Und wir werden merken, welches Denken unser Gebet bestimmt. Es wird deutlich werden, was uns zutiefst beschäftigt. Ich erlebe es immer wieder, dass gerade wir westlichen Christen für Gesundheit und Bewahrung beten. Gerade wir, die wir in dem Luxus leben, ein gut funktionierendes Gesundheitssystem zu haben und in einem Rechtsstaat zu leben. Global betrachtet ein außerordentliches Privileg. Wir beten für das „tägliche Brot“ in allen Variationen, eben all das, was unser Leben reich und angenehm macht.

Gedanken im August 2017

Aufatmen!

Ein Aufatmen geht durch Baden- Württemberg: Endlich Ferien! Endlich darf ich tun und lassen, was ich möchte. Endlich ausschlafen!

Den Urlaub haben wir uns verdient. Die Zeit der Erholung sollten wir nutzen. Körper, Geist und Seele brauchen eine Regenerationszeit. Sie funktionieren sehr ähnlich. Wir wissen, dass erst Ruhe und Herausforderung den Körper fit machen. So ist es auch mit unserem Inneren. Ruhe und Herausforderung, das ist es, was wir brauchen.

Wie könnte denn so eine Herausforderung aussehen?

Gedanken im Juni 2017

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Apostelgeschichte 5,29

Klartext

Der Monatsspruch Juni 2017 klingt wie ein Paukenschlag: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Apostelgeschichte 5,29. Mutig und trotzig geht uns dieser Satz ins Ohr. Bewundernd denken wir, ja, so sollte ein Christ sprechen. Ach, wäre ich doch auch so kompromisslos.

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