Gedanken im September 2016

Hab' Dich lieb!

Ein Junge wird in der Schule immer wieder gehänselt. Denn es wurde bekannt, dass er von seinen Eltern adoptiert wurde. Seine Mitschüler ärgerten ihn immer wieder: „Du hast ja gar keine richtigen Eltern! Du bist gar nicht ihr Kind!“ Eines Tages nimmt er allen Mut zusammen und ruft: „Wisst ihr was: Meine Eltern haben mich ausgesucht!“

Dieser Junge hat die Liebe seiner Eltern begriffen. Die Hänseleien der Mitschüler schmerzten ihn, doch er ließ sich nicht beirren. Er wusste: Meine Eltern lieben mich, denn sie haben sich ganz bewusst für mich entschieden. Wie schön ist es, ausgesucht, erwählt zu sein.

 

Der Monatsvers der Herrnhuter Losungen für den September 2016 lautet:

Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jeremia 31,3

Wir sind ausgesucht! Wir sind erwählt.
Gott selbst ruft es den Menschen zu: ich habe euch schon immer geliebt, deshalb möchte ich Gemeinschaft mit euch haben. Weil ich euch liebe, deshalb möchte ich euer Gott sein. Weil ich euch liebe, deshalb möchte ich euer Vater sein.

Welche gewaltige und treue Liebe können wir in dieser Zusage Gottes heraushören.
Wir lesen in der Bibel, mit welch unermüdlicher Liebe er sein Volk zu sich gerufen und gezogen hat.
Wir erfahren es im Leben und Leiden Jesu, das seine Liebe so groß war, dass er bereit war, sein Leben für uns Menschen hinzugeben.
Wir erfahren es in der Fürsorge des Auferstanden immer wieder auf's Neue in unserem Alltag, dass er für uns sorgt, unsere Gebete erhört, uns Trost und Zuversicht gibt.

Die Liebe Gottes ist so unbegreiflich, dass wir sie immer wieder vergessen.
Dann versuchen wir, die Herausforderungen des Lebens allein zu meistern und übersehen ganz, dass Gott mit offenen Armen vor uns steht und uns auffordert: „Kommt zu mir, die ihr mühseelig und beladen seid! Ich will euch trösten und helfen.“

Wir fühlen uns einsam und verlassen und überhören Gottes Stimme, die uns zuruft: „Ich bin bei dir alle Tage, bis an das Ende der Welt!“
Wir fühlen uns abgelehnt und ungeliebt und begreifen nicht, dass wir einen Vater im Himmel haben, der uns liebt, mit allen unseren Schwächen.

Gott mag Dich! Gott liebt Dich! Er möchte, dass Du ihm voll und ganz vertraust. Er hört zu, was Du auf dem Herzen hast. Er erhört Dein Gebet. Das hat er versprochen!

Ich wünsche mir, dass wir das in diesem Monat ganz neu begreifen und erfahren dürfen.

Käthe Müller, Pastorin

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