Gedanken im April 2017

Engelcoaching

Früh am Ostermorgen machten sich die Jüngerinnen auf, Jesus die letzte Ehre erweisen. Sie wollten Abschied nehmen. Sie kamen, um zu trauern. Doch das Grab ist leer. Jesus ist nicht mehr da. Doch dann findet eine Begegnung statt, die aus trauernden und verwirrten Frauen, Botschafterinnen des Lebens macht!

 

"Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. 
Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war und sprach: Des Menschen Sohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen." Lukas 24,5-6

Die Frauen halten starr vor Schreck den Blick gesenkt. Stumm und verzweifelt. Nach dieser Begegnung aber verkündigen sie die Osterbotschaft: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Das ist Seelsorge vom Feinsten! Echtes „Engelcoaching“! Denn sie hören und erleben liebevolle Anerkennung, Korrektur, Hilfestellung.

1. Anerkennung 
Diese liegt in den Worten: "Ihr suchet." Die Frauen suchten Jesus wirklich. Ihr Herz war voller Trauer, ihre Gedanken bewegten sich nur um den einen, den sie liebten. Sie suchten nicht nach Ehre und Anerkennung. Sie hatten keine Hintergedanken bei ihrem Vorhaben, den Leichnam einzubalsamieren. Sie kamen getrieben von Liebe, sie suchten Jesus und wollten ihm dienen. Diese Frauen suchen das Richtige. Das ist es, was sie hören mussten: "Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Lebendigen!"

2. Korrektur 
Wir finden neben der Anerkennung auch Korrektur: "Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten?" Das Ziel ihres Suchens war gut, doch sie suchten das Falsche am falschen Ort. Sie suchten Jesus als einen Toten auf dem Friedhof. Da lag ihr Fehler.

Auch wir suchen oft das richtige Ziel. Aber wir fassen es falsch an. Wir möchten zu Jesus gelangen, haben ein Sehnen nach ihm, möchten ihm einen Dienst tun. Aber wir bewegen uns in eigenen Gedanken und bleiben niedergeschlagen. Wir verhalten uns heute oft, als sei Jesus tot und liege auf einem Friedhof. Wir singen in der Gemeinde: "Jesus lebt. Er hat den Tod besiegt für alle Zeit!" Dabei verzagen wir bei jeder neuen Schwierigkeit, und glauben nicht, dass Jesus der lebendige Herr und Helfer an unserer Seite ist.

3. Hilfestellung
Was sollen die niedergeschlagenen Frauen nun tun? Der Engel gibt einen ganz klaren Rat: "Gedenket daran, wie er euch sagte!" Hier liegt die Hilfe. Alle Jünger hatten das Wort Jesu, das seinen Tod und seine Auferstehung voraussagte, nicht ernst genommen, oder nicht verstanden. Wir haben Gottes Wort und wir können darin lesen. Wir können uns daran erinnern lassen, was er uns zugesagt hat. 

Die erste Hilfe für unser Leben heißt auch heute noch: "Gedenket daran, was er euch sagte!"

Käthe Müller, Pastorin

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