Gedanken zum Jahr 2016

Getröstet ins neue Jahr!

Ich habe noch deutlich vor Augen, wie unterschiedlich mich meine Eltern als Kind trösteten. Da gab es ja immer wieder kleinere und größere Dinge, die die Tränen fließen ließen. Mein Vater, obwohl ein warmherziger Mann, tröstete etwa so: „Kopf hoch, Junge. Da muss man durch.“ Vielleicht gab er mir zum Abschied noch einen Klaps auf den Rücken und ging dann wieder an die Arbeit. Meine Mutter tröstete anders. Sie nahm mich auf den Schoß, drückte mich, küsste mich und strich mir über das Gesicht. Dazu sagte sie beruhigende Worte, so dass ich mich ganz geborgen fühlte. Die Zeit stand still, alles war gut.

Gedanken im Dezember 2015

Heute schon gejauchzt?

Wie gut, dass es die Fußball-Bundesliga gibt. Da wird nämlich noch etwas praktiziert, das sonst vollkommen aus der Mode gekommen ist: das Jauchzen. Jauchzen - was war das nochmal? Jauchzen ist ein lauter Ausdruck der Freude und klingt wie „Juchhuuuu“. Gejauchzt wurde früher, wenn die Erntewagen auf das Dorf zu schwankten. Die Männer und Frauen, die auf den voll beladenen Wage saßen, schrien ihr „Juchhuuu“ laut in den Abendhimmel.

Gedanken im Oktober 2015

Dankbarkeit

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir das Erntedankfest. Im Jahr 2015 beginnt an diesem Sonntag zudem das „Jahr der Dankbarkeit“. Initiiert von verschiedenen christlichen Verbänden, soll dieses Jahr uns helfen, gemeinsam Dankbarkeit einzuüben. Mit der Aufforderung: „Ein dankbares Leben ist ein gesundes Leben. Körperlich, seelisch und geistlich. Dieser Kultur der Dankbarkeit wollen wir mit dem „Jahr der Dankbarkeit“ Raum verschaffen“ laden die Initiatoren zum Mitmachen ein.

Gedanken im November 2015

Alles gut? "Erbarmt Euch derer, die zweifeln." Judas 22

Ich spreche mit einer Pfarrerin und Therapeutin über die Situation in den Freikirchen. Sie drückt ihre Bewunderung aus für das Engagement in den Gemeinden, das Wachstum und die vielen jungen Familien. Dann sagt sie: „Eins verstehe ich nicht: wenn man euch fragt, dann ist immer alles gut. Aber dann ist plötzlich nichts mehr gut. Ein Pastor wird krank oder muss gehen oder eine Gemeinde spaltet sich oder hat kein Geld mehr. Irgendetwas passiert scheinbar aus heiterem Himmel, das mir zeigt: es war auch schon vorher nicht gut. Aber wenn man euch fragt, ist immer alles gut.“

Gedanken im September 2015

„Bitte wenden Sie jetzt!“

Wenn wir dieser Aufforderung nicht nachkommen, mahnt die Stimme aus dem Navi erneut: „Bei der nächsten Gelegenheit bitte wenden!“ Kaum kommt diese Gelegenheit näher, hören wir: „In 500 Meter bitte wenden!“ So ein Navigationsgerät ist ganz schön hartnäckig.

Aktuelles aus unserem Verband: