Gedanken im November 2015

Alles gut? "Erbarmt Euch derer, die zweifeln." Judas 22

Ich spreche mit einer Pfarrerin und Therapeutin über die Situation in den Freikirchen. Sie drückt ihre Bewunderung aus für das Engagement in den Gemeinden, das Wachstum und die vielen jungen Familien. Dann sagt sie: „Eins verstehe ich nicht: wenn man euch fragt, dann ist immer alles gut. Aber dann ist plötzlich nichts mehr gut. Ein Pastor wird krank oder muss gehen oder eine Gemeinde spaltet sich oder hat kein Geld mehr. Irgendetwas passiert scheinbar aus heiterem Himmel, das mir zeigt: es war auch schon vorher nicht gut. Aber wenn man euch fragt, ist immer alles gut.“

Gedanken im Oktober 2015

Dankbarkeit

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir das Erntedankfest. Im Jahr 2015 beginnt an diesem Sonntag zudem das „Jahr der Dankbarkeit“. Initiiert von verschiedenen christlichen Verbänden, soll dieses Jahr uns helfen, gemeinsam Dankbarkeit einzuüben. Mit der Aufforderung: „Ein dankbares Leben ist ein gesundes Leben. Körperlich, seelisch und geistlich. Dieser Kultur der Dankbarkeit wollen wir mit dem „Jahr der Dankbarkeit“ Raum verschaffen“ laden die Initiatoren zum Mitmachen ein.

Gedanken im August 2015

Der Ehrliche ist der Dumme.

Das sagt der Volksmund. Das meinen auch viele noch heute. Und, ehrlich gesagt, diesen Eindruck kann man auch immer wieder gewinnen.

Sei nicht zu offen, dann kann dich auch keiner auf deine Meinung festlegen. Gib nicht alle Einnahmen haarklein an, dann kommt in der Lohnsteuerrückerstattung mehr Geld raus. Bekenne erst deine Schuld, wenn sie dir bewiesen werden kann, dann kommst du vielleicht ungeschoren davon
Der Ehrliche ist verletzbar. Der Ehrliche hat Nachteile. Der Ehrliche ist dumm, oder?

Gedanken im September 2015

„Bitte wenden Sie jetzt!“

Wenn wir dieser Aufforderung nicht nachkommen, mahnt die Stimme aus dem Navi erneut: „Bei der nächsten Gelegenheit bitte wenden!“ Kaum kommt diese Gelegenheit näher, hören wir: „In 500 Meter bitte wenden!“ So ein Navigationsgerät ist ganz schön hartnäckig.

Gedanken im Juli 2015

Klare Worte und klare Taten sind wir heute kaum noch gewöhnt. In der Politik wird gerne um den heißen Brei herumgeredet. Denn Klartext fordert Taten. Geredet ist schnell. Versprochen wird viel. Gehalten wird wenig.

Doch nicht nur in der Politik finden wir diese Zurückhaltung zum klaren Wort. Wahrscheinlich hat jeder von uns schon Erfahrungen gemacht, ein Ja zu sagen, es aber in der Praxis aber es nicht umzusetzen. Oder sind wir durch andere Menschen von den unwahrhaftigen Ja-Worten bereits betroffen worden? Solche Erfahrungen können unsere menschliche Beziehung in Schwankung bringen und uns auf die Probe stellen.

Jesus fordert uns in der Bergpredigt heraus: "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen." Matthäus 5,37

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