Gedanken im August 2015

Der Ehrliche ist der Dumme.

Das sagt der Volksmund. Das meinen auch viele noch heute. Und, ehrlich gesagt, diesen Eindruck kann man auch immer wieder gewinnen.

Sei nicht zu offen, dann kann dich auch keiner auf deine Meinung festlegen. Gib nicht alle Einnahmen haarklein an, dann kommt in der Lohnsteuerrückerstattung mehr Geld raus. Bekenne erst deine Schuld, wenn sie dir bewiesen werden kann, dann kommst du vielleicht ungeschoren davon
Der Ehrliche ist verletzbar. Der Ehrliche hat Nachteile. Der Ehrliche ist dumm, oder?

Gedanken im Juli 2015

Klare Worte und klare Taten sind wir heute kaum noch gewöhnt. In der Politik wird gerne um den heißen Brei herumgeredet. Denn Klartext fordert Taten. Geredet ist schnell. Versprochen wird viel. Gehalten wird wenig.

Doch nicht nur in der Politik finden wir diese Zurückhaltung zum klaren Wort. Wahrscheinlich hat jeder von uns schon Erfahrungen gemacht, ein Ja zu sagen, es aber in der Praxis aber es nicht umzusetzen. Oder sind wir durch andere Menschen von den unwahrhaftigen Ja-Worten bereits betroffen worden? Solche Erfahrungen können unsere menschliche Beziehung in Schwankung bringen und uns auf die Probe stellen.

Jesus fordert uns in der Bergpredigt heraus: "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen." Matthäus 5,37

Gedanken im Mai 2015

Zu wenig oder zu viel?

Was sagt der Apostel Paulus da? „Ich bin allem gewachsen durch den, der mich stark macht.“ So übersetzt die BasisBibel den Monatsspruch aus Philipper 4,13. Ich bin allem gewachsen – ein starker Spruch. Will Paulus hier ein bisschen angeben? Der Zusammenhang des Verses zeigt uns, um was es geht. Paulus bedankt sich bei den Christen in der Stadt Philippi für ein Care-Paket, dass sie ihm in seine Gefängniszelle geschickt hatten. Er will sich bedanken, aber sie nicht belasten. So betont er, wie dankbar er für die Gabe ist, aber dass es auch ohne sie gegangen wäre. Er schreibt, dass er in seinem aufreibenden Dienst für die Botschaft des Evangeliums gelernt habe, mit Mangel und Überfluss umzugehen. Er sagt, ich bin beidem gewachsen, zu wenig zu haben oder zu viel.

Gedanken im Juni 2015

Wenn es finster wird...

Im Juni erwarten wir gemeinhin den längsten Tag des Jahres, einen Tag, der uns im Kalenderjahr die größtmögliche Helligkeit verspricht. Die Sonne wird im Jahresverlauf am höchsten stehen.

Wir können schönes Wetter genießen, draußen sein und Sonne tanken ... Es wird uns, statistisch gesehen, besser gehen, als in der dunkleren Jahreszeit.

Aber lösen sich mit Sonne, Wärme und gutem Wetter auch unsere Sorgen auf oder wird UNSERE Welt dadurch, platt gesagt, besser?

Gedanken im April 2015

Ein dramatisches Ereignis. Ein Ereignis, das die Welt aus den Fugen hebt. Nichts ist mehr so, wie es war. Ein Ereignis, das Himmel und Erde verändert. Nein, ich spreche nicht von einem Tsunami.

Ich spreche von einem Liebesbeweis. Von der Liebe Gottes, die sich an einem Ort des Grauens, in einem Sterbenden zeigt. Ein Mensch stirbt qualvoll und allein gelassen. Er war von Menschen umgeben und trotzdem allein. Von seinen Freunden verlassen, von den Anklägern verspottet, von Folterknechten und Henkern fachmännisch zu Tode gequält. 

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