Gedanken im April 2015

Ein dramatisches Ereignis. Ein Ereignis, das die Welt aus den Fugen hebt. Nichts ist mehr so, wie es war. Ein Ereignis, das Himmel und Erde verändert. Nein, ich spreche nicht von einem Tsunami.

Ich spreche von einem Liebesbeweis. Von der Liebe Gottes, die sich an einem Ort des Grauens, in einem Sterbenden zeigt. Ein Mensch stirbt qualvoll und allein gelassen. Er war von Menschen umgeben und trotzdem allein. Von seinen Freunden verlassen, von den Anklägern verspottet, von Folterknechten und Henkern fachmännisch zu Tode gequält. 

Gedanken im März 2015

Stärker als alles

Sicherlich waren wir alle schockiert, als wir von der Hinrichtung der 21 koptischen Christen durch Mörder des IS hörten. Diese Männer, die überwiegend aus einem Dorf stammten, wurden in orangefarbenen Overalls an das Ufer des Mittelmeers geführt, jeder begleitet von seinem schwarz vermummten Henker. Auf den Knien durften sie noch einige Worte sagen, bevor ihre Henker ihnen die Köpfe abschnitten. Das war so furchtbar und schockierend!!

Gedanken zur Jahreslosung 2015

Unsere Gesellschaft, die Werbung, die Erziehung versuchen uns zu individuellen Wesen zu erziehen. Sei selbständig, sei individuell! Heule nicht mit den Wölfen!

Angesichts unserer deutschen Geschichte wissen wir, wie furchtbar es sein kann, wenn das eigenständige Denken aberzogen wird. Wenn Befehle einfach ausgeführt werden. Deshalb ist es gut und richtig, dass wir zu Individuen erzogen wurden und gelernt haben, eine eigene Meinung zu vertreten.

Gedanken im Februar 2015

Einfach sperrig

Der Monatsvers für den Februar spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle. Er steht in Römer 1,16: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt." Dieser Vers wurde 1974 mein Konfirmationsspruch  - und ging mir damals gehörig auf die Nerven. Ich schämte mich nämlich dafür, zu Jesus zu gehören.  Von mir aus hätte niemand von meinem Glauben erfahren müssen. 

 

Gedanken im Dezember 2014

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. Jes. 35,1


Wer glaubt noch an Wunder?

Vor einigen Jahren hatte ich in einer Weihnachtspredigt salopp erklärt, „das mit dem Weihnachtsmann sei ja wirklich Quatsch.“ Nach der Predigt stellten mich empörte Eltern zur Rede. Ich hatte übersehen, dass sie ihre Kinder im Gottesdienst dabei hatten. „Jetzt hast du ihnen Weihnachten kaputt gemacht“, lautete der Vorwurf.

Ich weiß nicht mehr, was ich zur Antwort gab, aber ich dachte nur, wer braucht schon den Weihnachtsmann, um sich auf Weihnachten zu freuen? War Weihnachten, die Menschwerdung Gottes, nicht wundersam genug? Reicht uns die Erzählung von Maria, der jungfräulichen Mutter Jesu und der Bericht von den Engelboten und vom Stern, den die Weisen gesehen hatten und die vielen anderen Wunder nicht aus?

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