Gedanken im Dezember 2014

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. Jes. 35,1


Wer glaubt noch an Wunder?

Vor einigen Jahren hatte ich in einer Weihnachtspredigt salopp erklärt, „das mit dem Weihnachtsmann sei ja wirklich Quatsch.“ Nach der Predigt stellten mich empörte Eltern zur Rede. Ich hatte übersehen, dass sie ihre Kinder im Gottesdienst dabei hatten. „Jetzt hast du ihnen Weihnachten kaputt gemacht“, lautete der Vorwurf.

Ich weiß nicht mehr, was ich zur Antwort gab, aber ich dachte nur, wer braucht schon den Weihnachtsmann, um sich auf Weihnachten zu freuen? War Weihnachten, die Menschwerdung Gottes, nicht wundersam genug? Reicht uns die Erzählung von Maria, der jungfräulichen Mutter Jesu und der Bericht von den Engelboten und vom Stern, den die Weisen gesehen hatten und die vielen anderen Wunder nicht aus?

Gedanken im November 2014

Unser Gottesdienst ist uns wichtig!

Wir freuen uns auf die Gemeinschaft miteinander, auf die Lieder, auf die Predigt. Es ist einfach schön, neu gestärkt und erfrischt in die kommende Woche zu gehen.

Immer wieder überlegen wir, wie könnten wir die Gottesdienste ansprechender gestalten, was würde Gästen besonders gefallen, wie fühlen sich Familien, Singles und Ältere gleichermaßen wohl.

Ja, der Gottesdienst hat große Bedeutung. Und das ist richtig.

Aber es hat sich ein Fehler eingeschlichen. Ein Fehler in unserer Betrachtungsweise.

Wir drehen uns in erster Linie um unser Wohlergehen.

Doch um wen geht es wirklich?

Es geht um Gott! Allein um Ihn! 

Welcher Gottesdienst gefällt Ihm? Wo wird Er angebetet? Wo fühlt Er sich wohl? Was ist ein Gottesdienst, der Gott gefällt?

Gedanken im September 2014

Bald sind die Ferien vorbei. Der Alltag hat uns wieder.

Der Alltag mit all seinen Herausforderungen, die wir selbstbewusst annehmen können und in denen wir uns bewähren können. Wie schön, dass das Leben nicht eintönig und langweilig ist! Aber auch mit Herausforderungen, die kaum zu bewältigen sind. Sie überrollen uns. Sie lassen sich nicht so einfach handhaben. Vielleicht ist die Aufgabe zu groß oder vielleicht auch das Team zu uneinig. Vielleicht fühle ich mich zu unfähig. Vielleicht habe ich einfach nur Angst davor, zu versagen.

Gedanken im Oktober 2014

Wer ist mein Nächster?

Ein Mann liegt am Boden. Kümmere ich mich um ihn oder gehe ich schnell weiter? Wahrscheinlich ist er eh betrunken, denke ich, außerdem bin ich weder Arzt noch Polizist. Zeit habe ich sowieso nicht. Am Ende muss ich noch warten, bis der Krankenwagen kommt. Und wer weiß, morgen liegt er vielleicht schon wieder da. Wenn man jedem Betrunkenen helfen würde…

Gedanken zum Monat August 2014

Mehr als Fans

Wenn Männer zum Fußball gehen, geschehen oft erstaunliche Veränderungen. Manche können plötzlich stundenlang singen, selbst wenn sie bei anderen Gelegenheiten nur brummen. Andere laufen mit bunten Schals herum, selbst wenn sie im Alltag selten Farbe zeigen. Viele strömen gemeinsam mit Zehntausenden in die Stadien, selbst wenn ihnen auf Familienfeiern immer zu viele Menschen da sind. Männer eilen in die Fanshops, um für den Sohn ein Trikot und für die Tochter ein Käppi zu kaufen, selbst wenn sie sonst um jedes Bekleidungsgeschäft einen großen Bogen machen. Was ist geschehen? Leidenschaft hat sie erfasst, Leidenschaft für den Fußball.

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