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Gedanken im Sommer 2019

Endlich Urlaub!

Unsere Enkel rannten durch die Wohnung; immer im Kreis herum. Plötzlich bleibt der eine stehen und sagt: „Ich muss Pause machen!“ Sofort stoppt auch der Jüngere und macht es seinem großen Bruder nach. Beide standen an die Wand gelehnt und wollten sich schier überbieten im „Pause machen“.

Es ist Urlaubszeit! Das ist schön und wir haben sehnsüchtig darauf gewartet. Doch ist Urlaubszeit auch wirklich Pausenzeit? Wie oft packen wir den Urlaub voll mit Aktivitäten. Wir reisen um die halbe Welt, um etwas zu erleben oder einfach nur etwas erzählen zu können. Wir haben stressige, lange Autofahrten. Stehen in der prallen Sonne im Stau. Ist das wirklich „Pause machen“?

Manchmal habe ich den Eindruck, auch wir möchten uns überbieten in unserem „Pause machen“.
Trägt nun auch der Urlaub schon die Last der Effizienz, die Last, allen Erlebnishunger stillen zu müssen?

Doch schon die Bibel erinnert uns daran: Mach mal Pause!
Wörtlich steht dort: "Gedenke des Ruhetags, um ihn zu heiligen!" Ist das nicht eine befremdliche Vorschrift, die Gott da gibt? Sie steht in einer Reihe mit den sofort einleuchtenden Geboten, nicht zu töten, zu stehlen, zu lügen, auf die wir uns mit allen Religionen der Welt und wahrscheinlich auch allen nicht religiösen Menschen einigen könnten. Das Gebot, einen Ruhetag einzuhalten und zu heiligen, ist eine jüdisch-christliche Besonderheit.

Gott wusste, wie sehr der Mensch sich von seinem Alltag gefangen nehmen lässt. So sehr, dass er über seine Geschäftigkeit alles andere vergisst und seine Arbeit zur Religion macht. Deshalb ist dieses Gebot der Ruhe so unendlich wichtig. Zur Besinnung zu kommen. Sich zu besinnen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Sich daran zu erinnern, dass Gott uns das Leben und unsere Zeit geschenkt hat.

Auszuruhen bedeutet: Alle Hektik loszulassen. Allen Druck abzulegen. Die Zeit, die Stille, die Vogelstimmen, den Duft der Bäume und Blumen, den weichen Rasen untern den Füßen, den leichten Windhauch, die warmen Sonnenstrahlen oder das leise Plätschern des Regens ganz bewusst wahrzunehmen. Dazu brauchen wir nicht weit zu fahren. Dazu brauchen wir nicht im Stau zu stehen. Dazu ist es nur nötig, zur Ruhe zu kommen.

Die Pausen von unserer Arbeit an Sonntagen und im Urlaub hilft uns zum einen,  uns körperlich und geistig zu erholen. Zum anderen geben sie uns Raum, mit Abstand über unser Leben nachzudenken und es immer wieder neu aus göttlicher Perspektive zu betrachten.

Urlaub unterbricht den Alltag. „Unterbrechung ist die kürzeste Definition von Religion“, hat der katholische Theologe Johann Baptist Metz einmal gesagt. Und jede Unterbrechung kann auch ein neuer Aufbruch bedeuten. Plötzlich stellen sich existenzielle Fragen, die im Alltag untergehen.
Klar, die Zeit steht dadurch nicht still. Aber wir gewinnen für einen Moment Abstand davon.

Wir zählen unser Leben in Jahren und unseren Urlaub in Wochen oder Tagen. Aber das was unser Leben wirklich erfüllt, ereignet sich im Hier und Jetzt – im "Kairos", in dem von Gott geschenkten Moment. Und diesen „Kairos“ können wir nur wahrnehmen, wenn wir uns die Zeit zum Hören auf Gott nehmen.

„Lasst uns Pause machen“!

Ich wünsche uns allen von Herzen einen ruhigen Urlaub mit vielen göttlichen Momenten.

Käthe Müller, Pastorin

Gedanken im Frühjahr 2019

Lust auf was Süßes?

Ach, lieber nicht.

Die Zähne, das Gewicht, die Gesundheit – all das sind die Argumente, mit denen wir unseren angeborenen Appetit auf Süßes verdrängen möchten. Doch in Zeiten, in denen die Menschen sich nicht gegen ein Überangebot von Süßigkeiten wehren mussten, gab es nichts Köstlicheres, als Trockenfrüchte und Honig. Den Honig, direkt aus den Waben zu lutschen, das war Freude pur. Und gesund noch dazu!

Gedanken zur Passionszeit 2019

Stopp! Hier läuft etwas schief!

Es ist Zeit, kurz innezuhalten und nachzudenken.

Geht es Ihnen nicht auch so? Sie rennen durch den Tag, von Termin zu Termin, sie eilen durch den Monat von Wochenende zu Wochenende. Die Zeit verfliegt nur so und wenn man zurückschaut, ist von diesem vielen Tun nicht viel übrig geblieben.

Gedanken zum Jahresanfang 2019

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedliches neues Jahr!

Frieden, das wünschen wir uns zutiefst. Frieden mit den Nachbarn, Frieden im Land, Frieden in der Welt. Die Jahreslosung für 2019 greift diesen Wunsch auf. Schon David, der 1.000 v.Chr. König von Israel war, wünschte sich diesen Frieden von ganzem Herzen. Er wusste, Frieden passiert nicht einfach so. Für Frieden muss ich mich einsetzen - mit aller Kraft.

Gedanken im Herbst 2018

Unser Gottesdienst ist uns wichtig!

Wir freuen uns auf die Gemeinschaft miteinander, auf die Lieder, auf die Predigt. Es ist einfach schön, neu gestärkt und erfrischt in die kommende Woche zu gehen.
Immer wieder überlegen wir, wie könnten wir die Gottesdienste ansprechender gestalten, was würde Gästen besonders gefallen, wie fühlen sich Familien, Singles, Junge und Ältere gleichermaßen wohl. Ja, der Gottesdienst hat große Bedeutung. Und das ist richtig.

Aber es hat sich ein Fehler eingeschlichen.

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