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Gedanken im Herbst 2018

Unser Gottesdienst ist uns wichtig!

Wir freuen uns auf die Gemeinschaft miteinander, auf die Lieder, auf die Predigt. Es ist einfach schön, neu gestärkt und erfrischt in die kommende Woche zu gehen.
Immer wieder überlegen wir, wie könnten wir die Gottesdienste ansprechender gestalten, was würde Gästen besonders gefallen, wie fühlen sich Familien, Singles, Junge und Ältere gleichermaßen wohl. Ja, der Gottesdienst hat große Bedeutung. Und das ist richtig.

Aber es hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Gedanken im Oktober 2018

David ist verzweifelt.

Das lesen wir im Psalm 38. Krank und niedergeschlagen ist er von all seiner Schuld. Gottes Zorn liegt schwer auf ihm. Am liebsten möchte er vor Gott weglaufen. Am liebsten möchte er alles ungeschehen machen. Er hat auch wirklich viel Schuld auf sich geladen – Ehebruch, Mord, Lügen, Machtgier. Kein Wunder, dass ihn sein Gewissen quält. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Was soll er bloß tun. Zu all seinem Kummer kommt die Einsamkeit, denn seine Freunde und seine Familie halten seine Depressionen einfach nicht mehr aus und haben sich zurückgezogen. Die einzigen, die ihn nicht in Ruhe lassen, das sind seine Gegner. Voller Schadenfreude schmieden sie Pläne, wie sie ihn zu Fall bringen können. Der innere Kampf, das Gefühl von Gott verlassen zu sein, die nagenden Gewissensbisse, die Einsamkeit und die Bedrohung. Wie soll er das nur aushalten?

Kennst du diese Gefühle?

Gedanken im September 2018

Wo bleibt das Staunen?

In einem alten Haus lebte ein paar Mäuse. Sie lebten gern dort, denn an manchen Tagen wurde das Haus von wunderbaren Klängen erfüllt. Es schien den Mäusen, als stammten die Klänge aus einem großen, schwarzglänzenden Kasten, der in der Mitte eines Zimmers stand. Aber wie sie entstanden, das wussten die Mäuse nicht. Sie hatten aber eine Erklärung. Es wird wohl, so sagten sie, einen großen Meister geben, der diesen Kasten zu gebrauchen weiß. Er ruft die Klänge hervor und er tut es, weil er sich an ihnen erfreut und auch uns damit erfreuen will. Eines Tages aber ging eine sehr mutige Maus der Frage auf den Grund. Sie kletterte in den Kasten hinein und kam mit einer ernüchternden Erkenntnis zurück.

Gedanken im August 2018

"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."  1. Johannes 4,16

Wie kann Gottes Liebe in der Welt wirken, sie besser und gerechter machen? Wie kann Gottes Liebe bereits im Hier und Jetzt ein Stück Himmel auf die Erde bringen? Ganz einfach: durch unser Handeln!
Christsein ist keine Theorie

Damit sind wir beim Herzstück und zugleich dem herausforderndsten Aspekt eines authentischen Christseins in der heutigen Zeit: sich nicht nur Bibelwissen zu einem bestimmten Thema anzueignen, Predigten dazu anzuhören, Lieder darüber zu singen, sondern auch entsprechend zu handeln! Jesus warnt uns davor, Fromme wie die Schriftgelehrten seiner Zeit zum Vorbild zu nehmen. Denn sie beherzigen den Aspekt des konkreten Handelns nicht. Jesus rät uns: "Richtet euch deshalb nach dem, was sie sagen, folgt aber nicht ihrem Tun. Denn sie selbst handeln nicht nach dem, was sie euch sagen" (Matthäus 23,3).

Gedanken im Juli 2018

Schon Juli! Es kommt mir vor, als sei es letzte Woche gewesen, dass ich mit Freunden das Silvesterfeuerwerk anschaute. Wie fern schien mir damals der Sommer. Und nun ist das halbe Jahr schon um. Ich halte einen Augenblick inne. Der Monatsspruch begleitet mich dabei: ein Vers aus dem Buch des Propheten Hosea. Hoseas Gott ist ein Poet und voller Leidenschaft. Und er ist sehr wütend.

Über die Regierenden sagt er: „Ihr Herz ist in heißer Glut wie ein Backofen, wenn sie Böses ersinnen. Auch rufen sie mich nicht von Herzen an, sondern machen ein Geheul auf ihren Lagern.“ Hosea 6,6.14 Unser Land hat sich in diesem Jahr schwergetan mit der Regierungsbildung. Es gibt sie auch bei uns, die heiße Glut. Wenn sich einer vom Bösen entflammen lässt und zulässt, dass in der Folge dessen Menschen diffamiert, Häuser und Autos in Brand gesetzt werden. Ich sehe aber auch das in der Politik: jede Menge kalte Asche - vergessene Versprechen, verratene Ideale. Ob sich daraus eines Tages der Phönix des sozialen Staates erhebt? Und ich selbst? Wie habe ich denn eigentlich im letzten halben Jahr regiert? Was habe ich gesagt, da, wo ich was zu sagen habe? Und hab ich nur geredet oder auch gehandelt? Habe ich eine Menge Geheul gemacht? Oder habe ich auch mal Gott gefragt, was ich zu tun habe?

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