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Gedanken zum Jahresanfang 2019

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und friedliches neues Jahr!

Frieden, das wünschen wir uns zutiefst. Frieden mit den Nachbarn, Frieden im Land, Frieden in der Welt. Die Jahreslosung für 2019 greift diesen Wunsch auf. Schon David, der 1.000 v.Chr. König von Israel war, wünschte sich diesen Frieden von ganzem Herzen. Er wusste, Frieden passiert nicht einfach so. Für Frieden muss ich mich einsetzen - mit aller Kraft.

So lesen wir in Psalm 34,15: Suche Frieden und jage ihm nach!

Frieden ist nur schwer zu finden. Friedliche Zustände sind flüchtig. Um Frieden zu schaffen und den Frieden zu halten, bedarf es unseren vollen Einsatz.

Frieden suchen, Frieden schaffen, das fängt bei mir persönlich an! Wie zuFRIEDEN bin ich mit mir, mit meinen Lebensumständen, mit meiner Persönlichkeit, mit meiner Vergangenheit? Habe ich mit mir in diesen Lebensbereichen Frieden geschlossen? Oder treibt mich die UnzuFRIEDENheit mit mir und meinem Leben?

Erst wenn ich mit mir im Reinen bin, kann ich auch Frieden in meiner Familie und mit meinen Nachbarn schaffen. Wie schnell brausen wir auf, weil jemand mit einer Anfrage, die wir falsch deuten, den wunden Punkt in meinem Unfrieden getroffen hat? Wie schnell entsteht Streit, weil wir uns übergangen und missverstanden fühlen?

David hat drei gute Ratschläge für uns parat, wie wir ein gutes und erfülltes Leben führen können:

Psalm 34, 13 Wer von euch will sich am Leben freuen und gute Tage erleben? 14 Dann achtet auf das, was ihr sagt: Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über eure Lippen kommen. 15 Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein! (HfA)

Diese Ratschläge sind gar nichts Neues, aber sie haben es in sich:
1. Achte auf das, was du sagst!
2. Wende dich ab von dem Bösen und tue Gutes!
3. Setze dich unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!

Diese Ratschläge können wir nur umsetzen, wenn wir im Frieden mit uns selbst leben. Denn nur ein in sich ruhender Mensch kann den anderen loben und muss sich nicht durch schlechtes Reden über den anderen erheben. Nur ein Mensch, der mit sich im Reinen ist, kann Gutes tun und sich selbstlos für den anderen einsetzen. Nur ein zufriedener Mensch kann Frieden schaffen.

Jesus Christus bietet uns an, Frieden bei ihm zu finden. Zu ihm dürfen wir kommen, mit unseren Problemen, mit unseren Fragen, mit unseren Zweifeln. Zu ihm dürfen wir sogar mit unserer Wut und allem Ärger, der in uns brodelt, kommen. Er verurteilt uns nicht, sondern er bietet Ruhe für unsere Seele.

Lassen Sie uns dieses Jahr den Frieden suchen mit Gott, mit uns selbst und unserem Nächsten. Mit der Kraft, die Jesus Christus uns dafür schenken möchte!

Setzen wir uns ein für ein friedliches Miteinander!

Käthe Müller, Pastorin

Gedanken im Herbst 2018

Unser Gottesdienst ist uns wichtig!

Wir freuen uns auf die Gemeinschaft miteinander, auf die Lieder, auf die Predigt. Es ist einfach schön, neu gestärkt und erfrischt in die kommende Woche zu gehen.
Immer wieder überlegen wir, wie könnten wir die Gottesdienste ansprechender gestalten, was würde Gästen besonders gefallen, wie fühlen sich Familien, Singles, Junge und Ältere gleichermaßen wohl. Ja, der Gottesdienst hat große Bedeutung. Und das ist richtig.

Aber es hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Gedanken im Oktober 2018

David ist verzweifelt.

Das lesen wir im Psalm 38. Krank und niedergeschlagen ist er von all seiner Schuld. Gottes Zorn liegt schwer auf ihm. Am liebsten möchte er vor Gott weglaufen. Am liebsten möchte er alles ungeschehen machen. Er hat auch wirklich viel Schuld auf sich geladen – Ehebruch, Mord, Lügen, Machtgier. Kein Wunder, dass ihn sein Gewissen quält. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Was soll er bloß tun. Zu all seinem Kummer kommt die Einsamkeit, denn seine Freunde und seine Familie halten seine Depressionen einfach nicht mehr aus und haben sich zurückgezogen. Die einzigen, die ihn nicht in Ruhe lassen, das sind seine Gegner. Voller Schadenfreude schmieden sie Pläne, wie sie ihn zu Fall bringen können. Der innere Kampf, das Gefühl von Gott verlassen zu sein, die nagenden Gewissensbisse, die Einsamkeit und die Bedrohung. Wie soll er das nur aushalten?

Kennst du diese Gefühle?

Gedanken im September 2018

Wo bleibt das Staunen?

In einem alten Haus lebte ein paar Mäuse. Sie lebten gern dort, denn an manchen Tagen wurde das Haus von wunderbaren Klängen erfüllt. Es schien den Mäusen, als stammten die Klänge aus einem großen, schwarzglänzenden Kasten, der in der Mitte eines Zimmers stand. Aber wie sie entstanden, das wussten die Mäuse nicht. Sie hatten aber eine Erklärung. Es wird wohl, so sagten sie, einen großen Meister geben, der diesen Kasten zu gebrauchen weiß. Er ruft die Klänge hervor und er tut es, weil er sich an ihnen erfreut und auch uns damit erfreuen will. Eines Tages aber ging eine sehr mutige Maus der Frage auf den Grund. Sie kletterte in den Kasten hinein und kam mit einer ernüchternden Erkenntnis zurück.

Gedanken im August 2018

"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."  1. Johannes 4,16

Wie kann Gottes Liebe in der Welt wirken, sie besser und gerechter machen? Wie kann Gottes Liebe bereits im Hier und Jetzt ein Stück Himmel auf die Erde bringen? Ganz einfach: durch unser Handeln!
Christsein ist keine Theorie

Damit sind wir beim Herzstück und zugleich dem herausforderndsten Aspekt eines authentischen Christseins in der heutigen Zeit: sich nicht nur Bibelwissen zu einem bestimmten Thema anzueignen, Predigten dazu anzuhören, Lieder darüber zu singen, sondern auch entsprechend zu handeln! Jesus warnt uns davor, Fromme wie die Schriftgelehrten seiner Zeit zum Vorbild zu nehmen. Denn sie beherzigen den Aspekt des konkreten Handelns nicht. Jesus rät uns: "Richtet euch deshalb nach dem, was sie sagen, folgt aber nicht ihrem Tun. Denn sie selbst handeln nicht nach dem, was sie euch sagen" (Matthäus 23,3).

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